Ironmom:

 

Vorab:
Ich danke allen, die dieses Buch ermöglicht haben: meinem Mann, meinen Kindern und natürlich ganz besonders dem Kreuz-Verlag in Freiburg und meiner inspirierenden, geduldigen, konstruktiven, kritischen und verständnisvollen Lektorin I. Roetger.


Die Idee zum Buch:
Ein beliebiger Tag im
Januar 2009: Um 6 Uhr
aufgestanden, Katzenwäsche,
schneller Kaffee. Tochter wecken
und antreiben, Schulbrote machen, Frühstück machen (Milch war alle, schnell zum gegenüberliegenden Supermarkt gerannt), den Kleinen füttern, windeln und unter Geheule anziehen, Tochter antreiben, Baby umschnallen, Tochter zur Schule bringen(fußläufig, bei strömendem Regen und wildem Babygeheule), zurückhasten und wieder drei Stockwerke erklimmen, dem Kleinen trockene Sachen anziehen und ihn zur Kita bringen, auf dem Rückweg schnell Wasser und andere Kleinigkeiten kaufen und wieder 97 Stufen hoch.
Ich sitze - nass vor Schweiß und Regen - und trinke den ersten entspannten Kaffee. Und denke darüber nach, was mir ein anderer Vater gestern erzählte. Er ist Triathlet, alljährlicher Teilnehmer beim Ironman auf Hawaii und trainiert dafür nahezu jeden Tag – mindestens 3 Stunden! Ich klebte bewundernd an seinen Lippen „Wow, dass ist ja unfassbar anstrengend!“
Plötzlich – ein anderer Gedanke: „Täglich drei Stunden Training? Das ist ja ein Kinderteller.“ Im weiteren Verlauf des Tages würde ich erfahrungsgemäß noch mindestens 4 bis 5 mal 3 Stockwerke rauf- und runterlaufen, mit Zusatzgewicht Schulranzen, Einkäufen und/oder Baby, Mittagessen machen, Tochter von Schule abholen, Sohn mit maulender Tochter von der Kita abholen, Tochter zum Sportverein bringen, Lebensmittel fürs Abendessen einkaufen, und dabei den Kleinen in Schach halten sowie Fremdschäden weitestgehend vermeiden, Wutausbrüche bändigen, zwischen Hausaufgaben und Kochtopf hin und herrennen, Kinder mehrmals ins Bett bringen und auf die allabendliche Frage meines Mannes „Und was hast Du heute so gemacht?“ „Och, nichts besonderes.“ antworten.